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Förderungen

KMU.DIGITAL endet 2026: Was das für österreichische KMU bedeutet

Christoph Stenglein
21. September 2026
3 Min Lesezeit
Vom Förderantrag zum Digitalisierungsprojekt: Die Arbeit an sinnvollen Prozessen geht weiter.

Hinweis: Dieses Bild wurde künstlich erzeugt

Vom Förderantrag zum Digitalisierungsprojekt: Die Arbeit an sinnvollen Prozessen geht weiter.

KMU.DIGITAL wird ab 2027 nicht fortgeführt. Die offizielle Programmseite nennt dafür Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt. Für neue Anträge ist das Budget der aktuellen Förderperiode bereits ausgeschöpft.

Seit 2017 hat das Programm österreichische KMU bei der Digitalisierung begleitet. Laut Wirtschaftskammer wurden mehr als 38.000 Digitalisierungsvorhaben unterstützt und umgesetzt. Dass diese Förderung ausläuft, ist aus meiner Sicht ein deutlicher Einschnitt.

Mehr als ein Zuschuss

KMU.DIGITAL hat zwei wichtige Hürden gesenkt:

  • Finanzieller Einstieg: Unternehmen konnten eine Beratung in Anspruch nehmen, bevor sie größere Investitionen planten. Ein Teil der Kosten wurde gefördert.
  • Vertrauen in die Beratung: Die verpflichtende Zertifizierung der Berater:innen gab Unternehmen eine Orientierung bei der Auswahl.

Gerade bei Digitalisierung, Automatisierung und KI ist eine gute Einordnung wichtig. Nicht jede neue Software löst ein Problem. Eine fundierte Beratung hilft, Aufwand, Nutzen und technische Risiken vorab einzuschätzen.

Welche Alternativen gibt es 2026 in Oberösterreich?

Für KMU mit Sitz in Oberösterreich kommen zwei regionale Programme infrage. Beide setzen eine aktive Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer Oberösterreich voraus.

ERFOLG.PLUS 26 für Beratung

ERFOLG.PLUS 26 unterstützt externe Beratungen. Förderfähige Themen sind unter anderem Geschäftsprozesse, Automatisierung, der Einsatz von KI und Cyber-Sicherheit.

  • Zuschuss: 50 % des Netto-Beratungshonorars, maximal 750 Euro
  • Mindesthonorar: 800 Euro netto
  • Antragstellung: nach abgeschlossener und bezahlter Beratung, längstens bis 15. Dezember 2026, solange Budget verfügbar ist

DIGITAL.PLUS 26 für größere Projekte

DIGITAL.PLUS 26 unterstützt Konzeption und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. Schwerpunkte sind Prozesse, Datenmanagement, KI und IT-Sicherheit.

  • Förderfähige Projektkosten: mindestens 12.000 Euro netto
  • Zuschuss: bis zu 35 %, maximal 7.000 Euro
  • Antragstellung laut Programmdokument: bis 2. November 2026, vorbehaltlich verfügbarer Mittel

Die Programme haben unterschiedliche Voraussetzungen. Ob ein konkretes Vorhaben förderfähig ist, sollte deshalb vor der Planung geprüft werden. Ein positiver Selbstcheck ist noch keine Förderzusage.

Zuerst das Projekt, dann die Förderung

Eine Förderung kann ein gutes Vorhaben leichter finanzierbar machen. Sie ersetzt aber keine wirtschaftliche Prüfung.

Ich beginne deshalb mit drei Fragen:

  1. Welcher Ablauf kostet Ihr Unternehmen heute Zeit oder Geld?
  2. Welche konkrete Verbesserung soll eine digitale Lösung bringen?
  3. Rechnet sich das Projekt auch dann, wenn keine Förderung bewilligt wird?

Wenn Sie 2026 ein Projekt zu Digitalisierung, Automatisierung oder KI planen, melden Sie sich bei mir. Wir prüfen gemeinsam den Nutzen und welche Förderung für Ihr Vorhaben infrage kommt.

Stand: 21. September 2026. Förderbudgets und Programmbedingungen können sich ändern. Maßgeblich sind die aktuellen Angaben der Förderstellen.

Haben Sie Fragen?

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